Baumaktion 2020

Bienen-Weide

Das haben wir erreicht: Gemeinsam mit euch haben wir mehr als 20.000 Bäume gepflanzt und Lebensraum sowie Nahrungsquellen für Bestäuber bereitgestellt.

Für unsere Baumpatenschaft haben wir deswegen Weidebäume gewählt, da gerade sie den Bestäubern wie z.B. vielen Wildbienen und Schmetterlingsarten eine sehr wertvolle Futtergrundlage bieten.

In der Botanik wird die Weide Salix genannt und gehört zu den Laubgehölzen. Dem Menschen bereitet sie durch ihr mystisches Aussehen und ihre schönen Kätzchen eine Freude. Bei einer Vielzahl von Bestäubern ist sie aufgrund ihres großzügigen Pollenangebots eine unverzichtbare Nahrungsquelle im frühen Frühjahr. Die Weidensandbiene ist sogar auf die Pollen der Weide spezialisiert und kann ohne ihr Vorkommen nicht überleben. Mit der Weidepatenschaft bereitet ihr nicht nur eurem Garten eine Freude, sondern auch den Bienchen in eurer Nachbarschaft.

Unsere Weidesorten

Für die Baumverteilung in 2020 haben wir uns für 3 verschiedene Sorten von Weide entschieden. Was alle gemeinsam haben: sie sind bienenfreundlich und bieten vor allem dem wilden Bestäubern eine wichtige Nahrungquelle. Gerade Wildbienen sind in ihrer Nahrungssuchen oft auf Pollen bestimmter Pflanzen spezialisiert, weswegen diese Arten häufig in ihren Beständen gefährdet sind. In den nachfolgenden Steckbriefen zu den verschiedenen Sorten findest du unter Wildbienenbesucher wie viele Wildbienenarten auf diese Weide spezialisiert sind oder ihre Pollen bevorzugen.

Ohr-Weide

lat. Bezeichnung:
Salix aurita

Blütezeit:
April – Mai

Wuchshöhe:
1 – 3 Meter

Wildbienenbesucher:
17 Arten

Blütefarbe:
gelb/silber

Lichtbedarf:
sonnig – halbschattig

Bodenstruktur:
fest – locker

Humusgehalt:
mittel – hoch

Wasserbedarf:
feucht

Sal-Weide

lat. Bezeichnung:
Salix caprea

Blütezeit:
März – Mai

Wuchshöhe:
5 – 8 Meter

Wildbienenbesucher:
34 Arten

Blütefarbe:
gelb/silber

Lichtbedarf:
sonnig – leicht schattig

Bodenstruktur:
fest – luftig

Humusgehalt:
gering – mittel

Wasserbedarf:
feucht

Grau-Weide

lat. Bezeichnung:
Salix cinerea

Blütezeit:
März – April

Wuchshöhe:
2 – 6 Meter

Wildbienenbesucher:
16 Arten

Blütefarbe:
grün/gelb/silber

Lichtbedarf:
vollsonnig – halbschattig

Bodenstruktur:
fest -locker

Humusgehalt:
mittel – hoch

Wasserbedarf:
feucht

So unterstützt du unsere Baumaktion

Uns ist bewusst, dass nicht jeder einen Garten hat und auch dass nicht jeder Gartenbesitzer Platz für eine Weide hat. Aber wir sind davon überzeugt, dass sie neben blühenden Pflanzen, Hecken und Wiesen ein sehr wertvoller Beitrag für die Erhaltung der heimischen Artenvielfalt sind. Darum engagieren wir uns für dieses Projekt und möchten auch jedem – mit und ohne Platz – die Möglichkeit geben, dies unkompliziert zu unterstützen.

Unser Versprechen daher: für jeden registrierten Baumpaten spendieren wir im kommenden Jahr einen bienenfreundlichen Baum zusätzlich. Wer sogar selbst Platz und Lust hat, ein Baumkind zu adoptieren und damit die Bestäuber vor der eigenen Haustür mit dieser attraktiven Futterquelle zu unterstützen, kann dies kostenlos tun. Anfang Oktober werden wir über unsere BLUME 2000 Filialen die Bienen-Weiden verteilen – solange der Vorrat reicht. Haben wir mehr “Adoptiv-Eltern” als Bäume, können wir euch dank der Registrierung informieren, wenn wir die nächste Verteilung durchführen.

Auch wenn die Verteilaktion für 2020 bereits beendet ist – deine Online-Registrierung ist immer noch möglich. Zöger nicht und gib dem Projekt deine Stimme!

Standortwahl

Je nach Art kann dein Baum über die Jahre und unter guten Bedingungen 1 – 8 Meter hoch werden. Die Weide wurzelt bis zu 2 Meter tief, damit stabilisiert sie sich und den Boden um sie herum. Du solltest also darauf achten, dass nach unten genug Platz vorhanden ist, um keine Rohre oder Leitungen zu beschädigen. Zu anderen Gewächsen solltest du bei den großen Weidearten 7 – 10 Meter Abstand halten, die kleinen Weidearten, welche als Heckenpflanzen genutzt werden können, benötigen einen Abstand von 1,5 – 2 Meter zu anderen Gewächsen.

Worüber du dir keine Sorgen machen musst, ist der Winter. Die Weiden sind heimisch und bestens an unser Klima angepasst. Dank ihrer Winterhärte machen der Weide bis zu -40°C nichts aus. Wähle am Besten einen Standort mit hoher Lichteinstahlung und einem frisch-feuchten bis nass-feuchten Boden. Du kannst die Weide auch gut als Uferschutz bei deinem Teich nutzen. Das Bodenmilieu sollte neutral bis sauer sein, ein pH-Wert von 4.5 – 7.8 ist für sie ideal.

Pflanzanleitung

Wenn du nun den richtigen Standort gefunden hast, geht es ans Einpflanzen, denn dein kleines Bäumchen benötigt Nährstoffe und einen feuchten Untergrund. Den Setzling kannst du sofort in die Erde einpflanzen, da die Wurzeln sich schnell ausbreiten.

  1. Schritt:

Hierfür gräbst du ein großzügiges Loch, welches mindestens doppelt so groß und tief wie dein Wurzelballen sein muss. Sollte die Erde etwas fest sein, kannst du diese mit einem Grubber auflockern, so haben es die Wurzeln leichter, sich auszubreiten. Wenn du beim Ausgraben bemerkst, dass die Erde trocken ist, kannst du Kompost und Wasser ins Pflanzloch geben, so erhöhst du die Feuchtigkeitsspeicherung für dein Bäumchen. Achte aber darauf, dass die Wurzel noch komplett in das Loch passt und der Stamm mit der Erdoberfläche abschließt.

  1. Schritt:

Nun kannst du dein Bäumchen ins Loch setzten und dieses mit der ausgegrabenen Erde wieder zubuddeln. Um einen sicheren Stand zu gewährleisten, kannst du 1 – 2 cm des Stammes mit in die Erde einpflanzen. Wichtig: die Erde sollte nach dem Schließen des Lochs festgetreten werden, so bekommen die Wurzeln mehr Halt.

  1. Schritt:

Nach dem Pflanzen des Jungbaums solltest du diesen großzügig anwässern, aber keine Staunässe erzeugen. Die junge Weide kannst du auch gerne mit einer Wuchshilfe stützen, dafür steckt du Bambusstäbe in die Erde und befestigst das Bäumchen mit einem Garn an selbigen.

Knackiges Baumpflanzvideo

Für alle, die das lieber nochmals im Kurzfilm zusammengefasst sehen wollen, empfehlen wir dieses Video.

Pflegetipps

Die Weide sollte kontinuierlich gewässert werden, um ihr ein ein feuchtes Bodenmilieu zu bieten. An heißen Tagen verträgt sie auch mal einen Schluck mehr, jedoch darf das Wasser nicht zu kalkhaltig sein, denn Kalk mögen Weiden gar nicht. Regenwasser ist ihnen am liebsten, und dies kannst du ganz leicht in einer Regentonne auffangen.

Um dem Bäumchen beim Wachsen Energie zu geben, dünge es einfach mit etwas Humus oder Hornspänen, dies bietet im ersten Jahr auch einen leichten Winterschutz. Danach genügt es, sie alle 2 – 3 Jahre zu düngen.

Am besten kürzt du die Äste gezielt nach einem leichten Form- oder Auslichtungschnitt, vorrangig sollten lichtraubende Äste gekürzt werden. Der ideale Zeitpunkt zum Schneiden ist im zeitigen Frühjahr oder nach der Blüte. Zweige mit den Kätzchen kannst du dir ebenfalls schneiden, bedenke aber, dass jedes abgeschnittene Kätzchen auch weniger Nahrung für die Insekten bedeutet. Wir empfehlen daher, die Kätzchen nur am Baum zu bewundern und sie zu tollen gelben Pollenträgern aufblühen zu lassen.

Jetzt bist du dran

Nachdem deine Weide ein Stück gewachsen ist, kannst du sie sogar selber vermehren und Stecklinge schneiden.

Dafür solltest du dir einen verholzten Zweig aussuchen, diesen kannst du einfach von dem Baum entfernen. Sollte der Zweig zu lang sein kannst du diesen einfach teilen. In der Größe der Stecklinge bist du flexibel, größere Zweige eignen sich jedoch für die Vermehrung besser. Die Stecklinge stellst du dann ins Wasser. Dort können sie sich schnell ihre Wurzeln ausbilden, das Wasser sollte alle 2 Tage gewechselt werden. Nach ca. 14 Tagen, abhängig von der Wurzelbildung, kannst du deinen Steckling direkt in die Erde einpflanzen und ihm beim Wachsen zusehen.